Und da stehst du, in der Kälte, im Nichts.
Dein Herz schlägt langsam, der Atem wird seicht.
Die Sonne bricht aus den Wolken hervor.
Die Haut erwärmt sich, dein Mund formt sich 
zu einem Lächeln. 
Spricht sie mit dir? 
Dein Gesicht spiegelt sich
in der gefrorenen Pfütze vor deinen Füßen.
Die Augen so klar, die Wangen so zart, dunkles Haar.
Eine Hand streicht über dein Gesicht,
Lippen streifen deine Lippen und hauchen einen Kuss
auf deine Stirn. 
Es wird dir warm, doch
genau in dem Moment, wo du anfängst zu realisieren, wer das 
Spiegelbild wirklich ist, fängt die Sonne an, sich
wieder hinter den Wolken zu verstecken.
Das Spiegelbild verschwindet, jedoch nicht ohne dir
vorher etwas ins Ohr zu flüstern: 
"ich liebe dich, egal ob nah - ob fern!"
Es wird wieder dunkel... Dein Herz rast.
Das Spiegelbild verschwunden.
Du wünscht dir die Sonne zurück.
Die Zeit wird kommen, glaub daran.

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